Unterstützung der FIR Forderung zur Flüchtlingsfrage in Europa

14. August 2015

Die Lagergemeinschaft Ravensbrück/Freundeskreis unterstützt die Forderung der FÉDÉRATION INTERNATIONALE DES RÉSISTANTS (FIR) – ASSOCIATION ANTIFASCISTE Berlin, 05.08.2015″

Solidarität mit den Flüchtlingen: Fluchtgründe beseitigen, die Menschen schützen”   – mit diesen Worten beginnt  die Erklärung der Internationalen Föderation der Widerstandskämpfer  (siehe Anhang).

Die LGRF ist ein Mitgliedsverband  dieser  von der  UNO als Botschafter des Friedens ernannten Vereinigung. Wir  werden uns nicht mit den rasant anwachsenden rassistischen und fremdenfeindlichen Tendenzen abfinden. Wir erinnern daran, dass in der Zeit der faschistischen Bedrohung viele tausend Verfolgte nur deshalb überleben konnten, weil sie in anderen Ländern Aufnahme und Asyl fanden. Wir unterstützen vollinhaltlich diesen Aufruf und die Forderungen an die Regierungen der Europäischen Union. Von unserer Regierung  verlangen wir  die Schaffung von Voraussetzungen zur Aufnahme von Flüchtlingen in unsere Gesellschaft, in unseren Kommunen. Wir wenden uns gegen die menschenverachtende  Abschottungspolitik und gegen das Primat der Flüchtlingsabwehr und – rückführung. Das Gerede von Politikern über die ökonomische Verwendbarkeit, das volle Boot  muss ebenso ein Ende haben, wie das Anheizen der Situation mit Reden über den Einfall der Flüchtlinge in unser Sozialsystem.  Die Vollstrecker dieser Gedanken zünden Heime an, schlagen aus rassistischen Gründen anders Aussehende, erniedrigen Menschen.

Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus – der Schwur der überlebenden Häftlinge des deutschen Faschismus beinhaltet  genau diese gestellten Forderungen.

Lagergemeinschaft Ravensbrück/Freundeskreis

Vorstand Vera Dehle-Thälmann, Jeanine Bochat, Käthe Dost, Hans Hunger, Klaus Lemmnitz

Die FIR fordert:

Solidarität mit Flüchtlingen: Fluchtgründe beseitigen, die Menschen schützen!

Angesichts der skandalösen Vorfälle in verschiedenen europäischen Ländern im Umgang mit Flüchtlingen ist die FIR in großer Sorge. Wir erinnern daran, dass nur wenige Menschen freiwillig ihre Heimat verlassen. Die insbesondere in Nordafrika und im Nahen Osten– auch durch die Politik der Staaten der Europäischen Union – eskalierten Konflikte zwingen jedoch immer mehr Menschen aus diesen Regionen, ihre Land zu verlassen und Schutz in anderen Teilen der Welt zu suchen. Vor diesem Hintergrund können wir es in keiner Weise akzeptieren, dass die Europäische Union – trotz gegenteiliger Erklärungen – de facto mit allen Mitteln versucht, Menschen, die aus großer Not oder wegen der Bedrohung durch Krieg und Elend aus ihrer Heimat fliehen, an der Überquerung der europäischen Außengrenzen zu hindern. Dabei werden mittlerweile mehrere Tausend im Mittelmeer ertrunkene Flüchtlinge billigend in Kauf genommen. Statt das Elend der Flüchtlinge in den Blick zu nehmen, beraten die Regierungschefs nur darüber, wie weitere Flüchtlingsströme und „kriminelle Schleuserbanden“ gestoppt werden können. Der zweite Skandal ist die Ungleichheit der Hilfe für die Flüchtlinge in der Europäischen Union. Wir kritisieren das unmenschliche Verschieben der Menschen zwischen den einzelnen Staaten, wobei die wirtschaftlich schwächsten Länder Griechenland, Italien und Spanien unverhältnismäßig hoch belastet werden, während andere Staaten, wie Polen oder die baltischen Staaten sich weigern, Hilfe zu leisten. Auch die Errichtung von Mauern und Grenzzäunen, wie sie die ungarische Orban-Regierung gegenüber Serbien plant, oder die Verschärfung des Durchgangs durch den Euro-Tunnel sind keine Lösung dieses Problems. Der dritte Skandal ist die zunehmend restriktive Haltung verschiedener Politiker und Regierungen, die unter der rechtspopulistischen Losung „Das Boot ist voll“ massive Einschränkungen für die soziale Unterstützung der Flüchtlinge in den einzelnen Ländern vornehmen bzw. fordern. Verbunden mit dieser inhumanen Haltung der offiziellen Politik erleben wir in verschiedenen europäischen Staaten, aber insbesondere in Deutschland, eine erschreckende Zunahme von rassistischer und fremdenfeindlicher Gewalt, die sich längst nicht mehr nur in Parolen oder Kundgebungen zeigt, sondern bereits zu einer Bedrohung für Menschen aus anderen Ländern geworden ist. Zu nennen sind zahlreiche Brandstiftungen in Häusern, die als Unterkünfte für Flüchtlinge vorgesehen sind sowie gewalttätige Übergriffe gegen Flüchtlinge und andere Migranten. Sekretariat: Internationale Föderation der Widerstandskämpfer (FIR), Magdalenenstr. 19, D- 10365 Berlin, Generalsekretär : Dr. Ulrich Schneider (Deutschland) Fon +49 (0)30-55579083-4, Fax +49 (0)30-55579083-9, e-mail: office@fir.a t, Internet www.fir.at Bankverbindung: Postbank Berlin BLZ 100 100 10 , Kontonummer 543 054 107 IBAN: DE 04 1001 0010 0543 0541 07 SWIFT-Code/BIC: PBNKDEFF Regionalbüros in Budapest, Amsterdam/ Brüssel, Athen und Moskau Die Internationale Föderation der Widerstandskämpfer (FIR) wurde vom Generalsekretär der Vereinten Nationen zum «Botschafter des Friedens» ernannt. Sie besitzt NGO-Status bei der UNESCO, Paris, der ständigen Kommission der UNO, Genf, und dem Europarat, Strasbourg. Die FIR ist im „EU Transparency Register” unter der Nummer 241644214670-52 gemeldet. . Abs: FIR, p.A. VVN-BdA, Magdalenenstr. 19, D – 10365 Berlin An die Medien und die Mitgliedsverbände FÉDÉRATION INTERNATIONALE DES RÉSISTANTS (FIR) – ASSOCIATION ANTIFASCISTE Wir, die Mitgliedsverbände der Internationalen Föderation der Widerstandskämpfer können und werden uns nicht mit solchen rassistischen und fremdenfeindlichen Tendenzen abfinden. Wir erinnern daran, dass in der Zeit der faschistischen Bedrohung viele tausend Verfolgte nur deshalb überleben konnten, da sie in anderen Ländern Aufnahme und Asyl fanden. Bis heute hält die Völkergemeinschaft es denjenigen Staaten, wie z.B. der damals neutralen Schweiz, vor, wenn sie – im Wissen um die Bedrohungssituation – Verfolgten keine Einreise ermöglicht hat. Solche Kritik ist jedoch scheinheilig, wenn dieselben Staaten und Institutionen heute selbst eine Abschottung gegenüber Flüchtlingen betreiben. Wir fordern von der Europäischen Union, eine Außenpolitik zu betreiben, die nicht dazu beiträgt, dass in den nordafrikanischen Staaten oder im Nahen Osten Krieg, Elend und andere Fluchtgründe zunehmen. diejenigen Menschen, die aus eben diesen Fluchtgründen nach Europa kommen, ohne Einschränkungen aufzunehmen. alle Staaten der Europäischen Union zu gleichen Teilen an der Unterbringung und sozialen Betreuung der Flüchtling zu beteiligen. statt Rechtspopulismus Vorschub zu leisten, eine aktive Politik gegen den zunehmenden Rassismus und die Xenophobie zu betreiben. Europa kann nicht auf der Basis der Abschottung entstehen, sondern muss durch Offenheit und Toleranz geprägt sein. Europa ist antirassistisch und friedlich – oder es ist kein Europa der Menschen! Gez. Vilmos Hanti Dr. Ulrich Schneider Präsident Generalsekretär Sekretariat: Internationale Föderation der Widerstandskämpfer (FIR), Magdalenenstr. 19, D- 10365 Berlin, Generalsekretär : Dr. Ulrich Schneider (Deutschland) Fon +49 (0)30-55579083-4, Fax +49 (0)30-55579083-9, e-mail: office@fir.a t, Internet www.fir.at Bankverbindung: Postbank Berlin BLZ 100 100 10 , Kontonummer 543 054 107 IBAN: DE 04 1001 0010 0543 0541 07 SWIFT-Code/BIC: PBNKDEFF Regionalbüros in Budapest, Amsterdam/ Brüssel, Athen und Moskau Die Internationale Föderation der Widerstandskämpfer (FIR) wurde vom Generalsekretär der Vereinten Nationen zum «Botschafter des Friedens» ernannt. Sie besitzt NGO-Status bei der UNESCO, Paris, der ständigen Kommission der UNO, Genf, und dem Europarat, Strasbourg. Die FIR ist im „EU Transparency Register” unter der Nummer 241644214670-52 gemeldet.